Wintercamping Tipps & Empfehlungen

Wintercamping - Dach freischaufeln
Wintercamping - Dach freischaufeln

Wir beide waren schon von Kindesalter an mit unseren Eltern auch im Winter beim Campen. Doch auch diese frühe Erfahrung konnte uns nicht vor dem einen oder anderen Lehrgeld bewahren. Hier eine Auflistung dessen, was man unserer Meinung nach beachten sollte:

  • Die Wasserhähne müssen aufgemacht werden sobald nicht geheizt wird, da sich das Wasser in gefrorenem Zustand ausdehnt und somit die Leitungen sprengen kann (wir sprechen da aus Erfahrung..).
  • Der Frostwächter (springt ab unter 4 Grad raus) muss überprüft werden bevor man Unmengen an Wasser einfüllt, denn dann macht der Tank auf und das Wasser läuft einfach durch (auch das ist uns schon passiert).
  • Die Scheiben müssen von innen trockengewischt werden sofern sie beschlagen (was oft passieren kann), da sich sonst zu viel Feuchtigkeit im Bus ansammeln und dies die Schimmelbildung fördern kann. Damit einher geht auch: Konsequentes Stoßlüften, v.a. am Morgen (ja, auch wenn es sehr kalt draußen ist). Hier war uns ein Mikrofaser-Handschuh sehr hilfreich.
  • Um Gas zu sparen kann (sofern der Strom pauschal gezahlt werden muss) man auch einen kleinen Heizlüfter dazu nehmen. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass die Heizung eine gewisse Grundtemperatur erreicht, da ansonsten die Wasserleitungen nicht genug beheizt werden.
  • Es kann passieren, dass der Abwassertank zufriert. Deshalb ist es gerade bei Kastenwägen (oder Womos ohne beheizbaren Abwassertank) ratsamer den Tank aufzulassen und einfach einen Eimer darunter zu stellen. Ein Tipp: Etwas Frostschutzmittel in den Ausguss kippen.
  • Wenn Schnee liegt kann man zum Transport der Toilettenkassette auch prima einen Schlitten oder Rutschschale nehmen.
  • Wasserflaschen und andere Gläser, PET-Flaschen etc. die einen hohen Wassergehalt aufweisen sollten ausgeräumt werden sobald der Urlaub/das Wochenende vorbei ist. Denn es gilt auch hier: Wenn Wasser gefriert dehnt es sich aus und hat eine unglaubliche Kraft. Wenn man sich also wundert, dass der Fußboden auf einmal nass wird sobald die Heizung angeht, hat man wohl doch noch eine Flasche (durch die Kraft gesprengt) übersehen.. Alkohol kann man übrigens getrost im Bus/Womo lassen, je hochprozentiger desto besser ;)
  • Das Stromkabel kann man in ein dafür vorgesehenes Plastikgehäuse packen. So ist es von Wind und Wetter geschützt.
  • Wenn man nur eine Nacht bleibt und nicht den ganzen Tank vollmachen will oder den Tank nochmal etwas auffüllen muss und nicht extra zur Wasserstelle fahren will, kann man auch einfach einen Kanister mitnehmen, ein Stück Gartenschlauch dran befestigen und das Wasser am Platz einfüllen.
  • Damit Salz und Schnee dem Unterboden nicht direkt schaden, empfehlen wir einen Unterbodenschutz und eine Hohlraumversiegelung durchführen zu lassen (am besten im Herbst). Danach lange und kräftig Lüften (das Zeug riecht sehr intensiv...).
  • Um die Kälte bestmöglich draußen zu halten empfiehlt es sich (v.a. bei Kastenwägen) im Fahrerhaus die Lüftungen zu schließen und auf Innenluft zu stellen. Um die Gemütlichkeit zu erhöhen, hatten wir das Lenkrad, Radio, Handschuhfach etc. mit einer dünnen Decke abgedeckt. Ebenfalls hatten wir die Pedale, sowie Eintritte auf Fahrer- und Beifahrerseite mit Decken oder Isoliermatten ausgelegt. Nachts legten wir zusätzlich eine Decke auf den Boden vor die Schiebetür, da sich hier morgens ein wenig Feuchtigkeit / Eis gebildet hatte.
  • Damit das Fahrzeug, bspw. der Zugang zur Toilettenklappe nicht vereist (bei uns lag die Klappe direkt unterhalb des Kaminauslass), klemmten wir hier eine Wäschklammer hin. Diese war allerdings ein wenig zu kurz und so nahmen wir ein Stück Schrumpfschlauch und verlängerten das untere Teil des Klammer (s. Bild unten)
  • Eine Teleskopleiter und eine ausfahrbare Bürste um das Dach von Schnee (Gefahr der erhöhten Dachlast!) zu befreien
  • Eine (kleine) Schneeschaufel um sich bspw. den Weg zum Mobil freizuschippen oder um sich einfach eine Schneebar zu bauen.