Wir hatten schon viel Gutes über Sri Lanka gehört und so brachen wir auf, um uns ein eigenes Bild zu machen. Laut unseren Recherchen sollte die Fahrt vom Flughafen Colombo, im Westen der Insel, bis nach Arugam Bay ca. 5 Stunden dauern. Wie wir feststellen mussten, traf das aber eher nur auf eine verkehrsruhige Nachtfahrt zu. Da wir jedoch tagsüber unterwegs waren durften wir den lokalen Fahrstil und das hohe Verkehrsaufkommen über 9 Stunden genießen. Immer wieder einnickend wurden wir kontinuierlich entweder von dem Gehupe, dem abrupten Bremsen und Beschleunigen des Fahrers oder der wunderbaren indisch angehauchten Dudelmusik geweckt.

 

Endlich am Ziel angekommen, verbrachten wir 8 Surftage im Camp bei Pottuville, oberhalb von Arugam Bay. Zwischendurch mieteten wir uns ein Tuk Tuk und erkundeten die Gegend. Neben einer Elefantenfamilie bei einer Mangroventour, sahen wir an einem Fluss eine ganze Menge Krokodile (mit einem großen Sicherheitsabstand, versteht sich), nur Leoparden zeigten sich uns leider nicht. Dafür kam ein Elefant in unser Camp zu Besuch. Diesen hatten wir zwei Tage zuvor am Strand entdeckt. Zuerst dachten wir es wäre ein großer Fels, als dieser sich dann aber bewegte, hielten wir lieber etwas Abstand und zogen uns zurück. Diesen Vorfall schilderten wir dann im Camp, aber keiner wollte uns glauben, bis an dem Tag, als der Elefant immer näher ans Camp kam.

 

Vom Osten der Insel fuhren wir dann in das Hochland nach Ella. Dort wanderten wir zum Little Adams Peak und schlenderten durch die riesigen Teeplantagen. Kurz überlegten wir mit dem historischen Zug weiter nach Kandy zu fahren, doch die Reisezeit schreckte uns dann doch etwas ab.

 

So fuhren wir mit dem Taxi in das kulturelle Herz der Insel. Dort besuchten wir den Zahntempel, schauten uns die Stadt an und versuchten uns auf dem Markt nicht in jeden Stand reinziehen zu lassen. Nachdem wir nach langer Suche endlich einen Fahrer gefunden hatten, der ein Auto hatte in den unseren Surfboards reinpassten und dafür keinen Wucherpreis verlangte, ging es weiter nach Kalpitiya in den Nordwesten Sri Lankas. Hier verbrachten wir eine sehr relaxte Woche. Eigentlich wollten wir nur zum Windsurfen in die stehtiefe Badewanne. Doch ein Kitesurfkurs-Angebot und die gegebenen Bedingungen waren zu verlockend. Wir als Windsurfer sollen Kiten? Ja, wir haben es getan und es macht richtig Laune!

 

Leider verging auch dieser Urlaub wieder wie im Fluge und so ging es wieder zurück nach Colombo und dann über Doha (Emiraten) zurück nach Hause. Auch in Sri Lanka waren wir bestimmt nicht zum letzten Mal.