Nach meinem (Nici) Auslandssemester in Australien trafen wir uns auf Bali wieder. Nach zwei Tagen Surfen in Kuta, entflohen wir dem Massentourismus der Küste entlang Richtung Nordwesten nach Soka Beach bei Belian. Durch ein Upgrade genossen wir den Luxus im Bungalow und mieteten uns einen Roller um zum schwarzen Surfstrand in Belian zu kommen.

 

Nach einer längeren Taxifahrt kamen wir in Padang Bai an um am nächsten Tag die Fähre nach Lombok zu nehmen. Wir hatten uns aus Kosten- und Sicherheitsgründen gegen das Speedboot entschieden, was wir bei 5 Stunden Seegang mit Bali Belly etwas bereuten.

Nachdem wir endlich den Hafen von Lembar erreicht hatten ging es weiter mit dem Taxi in den Südosten nach Kuta, Lombok. Wir wohnten in einer wunderschönen Bungalowanlage und fuhren mit dem Roller zum Surfspot, den wir erst nach zweimaligem Anfahren als solchen erkannten. Man musste nämlich, ausgehend von Gerupuk, mit einem Boot (und dem dazugehörigen Fischer) raus in die Bucht fahren um die Wellen überhaupt sehen zu können. Die Welle brach nämlich über einem unter Wasser liegenden Seetangbusch und war somit mitten in der Bucht. Die Welle war zwar sehr groß, aber eher langsamer und sanfter als beispielsweise Reefbreaks.

 

Nach ein paar Tagen ging es dann weiter auf die Gili Islands, genauer gesagt auf Gili Meno, die mittlere der drei Inseln, sowohl was die Größe als auch was den Lärmpegel angeht. Damit ist aber nicht der Verkehr gemeint, denn Autos und Roller dürfen dort nicht fahren, man kommt nur mit der Pferdekutsche oder zu Fuß von A nach B. Gili Trawangan, die größte der drei Inseln, ist mittlerweile zur Partyinsel geworden. Gili Air ist die kleinste und ruhigste der Inseln. Uns gefiel es auf Gili Meno sehr: weißer Strand, türkisfarbenes Wasser und viel Ruhe und Entspannung.

 

Wieder zurück auf Bali (diesmal brauchten wir bei wenig Seegang nur drei Stunden) ging es direkt ins kulturelle Zentrum der Insel: nach Ubud. Dort besichtigten wir den Monkey Forrest und schauten uns den Ubud Palace Tempel  (dort fanden gerade Bauarbeiten für eine Beerdigungszeremonie eines Mitglieds der Königsfamilie statt), sowie den traditionellen Markt an und waren bei der Aufführung des Feuertanzes (Kecak Dance) dabei.

 

Nach so viel Entspannung und Kultur war wieder mal das Surfen dran. Dazu fuhren wir auf die Halbinsel Uluwatu nach Bingin, jedoch schauten wir nur den Surfern zu, da die Reefbreaks nur was für richtige Könner sind.

 

Die letzten Tage verbrachten wir in einem nördlichen Ortsteil von Kuta, Legian, der deutlich ruhiger war. Neben dem Surfen verbrachten wir die Zeit damit die Gegend mit dem Roller zu erkunden. Sowohl die Reisfelder, als auch der Tempel Tanahlot auf einer Klippe gefielen uns besonders.

Ich flog nach vier Wochen Indonesien zurück nach Australien und Kai blieb noch eine Woche bevor es für ihn zurück nach Deutschland ging.